Archiv der Kategorie: Essay

Damen und Herren, die Hosenbeine hochgerollt, der Mist steigt immer höher

Seit Beginn des Skandals über PRISM, die NSA und ihre Freunde aus Groß-Brittanien und anderswo, sahen wir bereits einige Dienste im Internet aufgeben. In den letzten beiden Wochen machten zwei Dienste dicht ,die verschlüsselte Mails anboten. Lavabit war der Erste, sie gaben auf nachdem sie 10 Jahre lang die Informationen ihrer Kunden schützten. Lavabit kam in den Fokus der Regierung weil Edward Snowden den Dienst für seine Emails benutzte. Offensichtlich wurde Ladar Levison, der den Service gegründet hatte, gezwungen seinen Dienst „freiwillig“ einzustellen. Der Zweite ist Silent Circle, ein Unternehmen, mitbegründet von den Crypto-Gurus Phil Zimmerman und Jon Callas. Sie haben ebenfalls ihren PGP-verschlüsselten E-Mailservice geschlossen während sie an einem Mail-Client arbeiten der auf P2P basiert und der keine Daten zur Rückverfolgung zurück lässt. Der Geschäftsführer Michel Janke lässt uns in einem sehr interessanten Video-Interview wissen was er vorgehen sieht.
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Warum wir aptosid forken

Von Knoppix zu sidux

Wer sich schon länger im Dunstkreis von Distributionen bewegt, die auf Debian Unstable setzen, wird den bisherigen Verlauf von Knoppix über Kanotix nach sidux und aptosid kennen.

Gegen aptosid gibt es technisch wenig zu sagen. Es ist solide, wird regelmäßig released, verantwortungsvoll maintained. Mit zwei Worten: es funktioniert. Was aptosid den Erfolg verwehrt, den sidux versprach, haben zu können, ist eher der Umgang mit den Usern, der das Gefühl aufkommen lässt, eine Community sei eigentlich nicht gewollt und eher lästig. Aus diesem latenten Gefühl formte sich mit der Zeit eine Gruppe als renitent angesehener User, die dann auch generalstabsmäßig vertrieben wurden, weil sie Kritik übten. Ich konnte am Ende nicht mehr darumhin, einzusehen, dass bei aller technischen Brillianz, die mich immer noch in deren Lager hielt, dort keine Zukunft liegt.
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Solid State Disks (SSDs) unter Linux optimal nutzen

Gute, optimal eingestellte SSDs sind bekanntlich im Optimalfall um ~ Faktor 5-7 schneller als herkömmliche HDDs. Sie sind aber auch noch recht teuer, momentan um die 2 €/GByte. Das prädestiniert sie zur Systemplatte. Hier können sie ihre Stärken ausspielen: sehr hohe Leseraten und kaum meßbare Zugriffszeiten. Hinzu kommt, dass SSDs kaum Energiehunger verspüren und man ihnen, im Gegensatz zu HDDs, beim Rechnen nicht zuhören kann/muss.
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