Archiv für den Monat: Juli 2012

Änderungen an der Infrastruktur

Weil nach dem Release vor dem Release ist, nehmen wir die Gelegenheit wahr, einige Teile unserer Infrastruktur zu zerbrechen und verbessert wieder zusammen zu setzen. Das Core-Meeting der letzten Nacht war komplett über die Unzulänglichkeiten, die wir fanden und wie sie zu reparieren wären.

Die erste diskutierte Veränderung war, wie unser Releaseprozess funktioniert. Bisher: Wenn wir veröffentlichen, warten wir, bis ein Debian Mirror Sync beendet ist und beginnen dann, unseren Schnappschuß zu bauen. Das lässt uns zwischen 2 Syncs 6 Stunden Zeit. Solange alles glatt geht, ist das so in Ordnung. Trotzdem könnten Probleme leicht ein Release verzögern. Außerdem haben wir mehr Geschmacksrichtungen als zuvor und werden vielleicht in Zukunft auch noch weitere hinzufügen, dann kann der Zeitrahmen ein Problem werden. Wir werden also einen Proxy-cache oder Mirror dazwischen schalten, um auf der sicheren Seite der Dinge zu sein. Sollten Probleme während des Build-Prozesses auftreten, können wir einen intakten Schnappschuss von vor 6 Stunden oder einem Tag vorher ohne viel extra Arbeit veröffentlichen. Hier muß noch diskutiert werden, welche Methode oder welches Werkzeug wir dafür benutzen.

Die zweite Veränderung betrifft die pyfll-Pakete-Listen selbst: Wir finden das, was wir von aptosid geforkt haben, in der Form nicht mehr länger brauchbar. Möglicherweise ist dies so, weil wir mehr Flavours haben als unser Vorgänger. Wir haben alle Situationen erlebt, wo wir uns nicht wirklich sicher waren, wohin wir ein Paket hinzufügen sollten oder dass wir bei einer bestimmten Liste nicht übereinstimmten. Das muß logisch und offensichtlich werden. Wo ein Paket hingehört, muß geradlinig und zweifelsfrei sein. Also ist eine Reorganisation dieser Listen notwendig. Bis zu unserem nächsten Meeting werden wir die letzte Nacht diskutierten Modelle überdenken. Wir kamen sehr viel näher an einen Kompromiss, als wir das vor einem Monat waren, wo ein Boxkampf ein schneller Weg zu sein schien, die Differenzen auszutragen. 🙂

Nicht zuletzt diskutierten wir die Struktur unserer Reopositories. Welche Pakete gehören in welches Repo? Haben wir zu viele oder nicht genug Repos und sind sie harmonisch danach benannt, welche Pakete sie beherbergen? Wir stimmten überein, daß wir ein oder zwei zu viele haben und ein wenig Umbenennen nötig ist. Unsere User werden nicht darüber stolpern, weil wir Links zur Verfügung stellen werden, um die sources.list intakt und arbeitsfähig zu halten.

Bevor ich’s vergesse: Wer das Log unseres letzten Meetings vor zwei Wochen gelesen hat, wird gesehen haben, daß wir zwei Teammitglieder ersetzt haben. Vibora und edhunter haben im Moment nicht die Zeit, um in unserem Kernteam mit zu arbeiten. Sie werden ersetzt durch hendrikL und Goingeasy9. Die Abstimmung dazu könnt ihr in unserem Log sehen. Danke an Vibora und edhunter für ihre gute Arbeit in den letzten paar Jahren. Euer Code wird in siduction lebendig bleiben.

Drucker-Reise ala Samsung

Nicht lange her kaufte ich für €55 einen schönen kleinen Samsung ML 1675 Laserdrucker. Er sollte mit dem Samsung Unified Linux Treiber arbeiten. Also googlete ich, ging zur Samsung Webseite, lud den Treiber herrunter und installierte ihn. Das brachte den Drucker nicht zum arbeiten. Das Cups Interface konnte den Drucker jetzt sogar nicht mehr erkennen. Ich lies die Dinge wie sie waren, es war spät. Am nächsten Morgen war mein dist-upgrade mit seltsamen Fehlermeldungen blockiert die sich als vom Samsung mfp-driver hervorgerufen erwiesen. Entfernen des Ganzen löste die Probleme.

Also, installiert nicht die Treiber von der Samsung Webseite, sie funktionieren nicht.

Ich grub ein bischen tiefer in Google und fand The Samsung Unified Linux Driver Repository. Hier sind die Schritte um jeden Drucker / Multifunktionsgerät, das auf diesen Treiber angewiesen ist, in sehr kurzer Zeit zum Laufen zu bekommen.

Öffnet eine Shell und werdet root:

su [ENTER]

root@siductionbox: cd /etc/apt/sources.list.d [ENTER]

root@siductionbox:/etc/apt/sources.list.d# touch Samsung_Printer.list && echo deb http://www.bchemnet.com/suldr/ debian extra > Samsung_Printer.list && wget -O –      http://www.bchemnet.com/suldr/suldr.gpg | apt-key add – ;  apt-get update [ENTER]

Das richtet das benötigte Repository ein und installiert den gpg-Schlüssel dafür. Danach möchtet ihr die Treiber installieren:

apt-get install samsungmfp-data samsungmfp-configurator-qt4 samsungmfp-configurator-data samsungmfp-driver samsungmfp-driver-4.00.39 printer-driver-splix

Dies wird nur die für den Drucker gebrauchten Teile installieren. Wenn das alles ist was ihr braucht, Drucker einschalten und freuen. Falls der Drucker noch nicht eingerichtet war, kann dies jetzt unter http://localhost:631 geschehen. Hier wählt ihr deen Treiber für Samsung ML 1670 aus.

Wenn ihr ein Multifuntkionsgerät habt, das auch scannen kann, braucht ihr noch etwas mehr Software. Benutzt ihr siduction ist der Benutzer sowieso Mitglied der Gruppe „lp“, es braucht also keine weitere Aktion. Solltet ihr eine andere Distribution benutzen, kontrolliert dies – als user- durch die Eingabe von:

devil@siductionbox:~$ groups [ENTER]

devil lp dialout cdrom floppy audio dip video plugdev users fuse scanner netdev

Ist lp vorhanden braucht ihr nur ein paar Zusatzpakete obenauf zu installieren:

apt-get install samsungmfp-scanner samsungmfp-scanner-sane-fix samsungmfp-scanner-sane-fix-multiarch

 Hinweis: Bevor ihr die letzten beiden Pakete installiert lest die Ausgabe von apt-cache show um zu sehen ob sie bei euch zutreffen.

 

Für ein kleines Druckaufkommen im SoHo taugt der Samsung ML 1675 Laserdrucker durchaus. Er ist schnell und hat ein sauberes Druckbild. Über Verbrauchsmaterialien (Toner) kann ich noch nichts sagen